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Projekt ERNST-HOFFMANN

Das Grundstück in Nürnberg Thon-Wetzendorf liegt in der Nähe der Arbeitsplätzen der Bauherren, die bequem mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen wollten. Die Ansprüche an ihr neues Haus waren schnell definiert: Großer Garten, offene, zeitlose Architektur, Nachhaltigkeit, zwei Arbeitszimmer, ein großzügiger und flexibler Grundriss, sowie die Möglichkeit, später eine Einliegerwohnung für Pflegepersonal im Alter abzutrennen.

Außerdem sollte die Küche nach Westen und zu einem kleinen Kräutergarten hin ausgerichtet sein, weil die Küche von der beruflich sehr engagierten Bauherrschaft hauptsächlich abends genutzt wird. Der Entwurfsprozeß war geprägt von vielen fruchtbaren Diskussionen mit der engagierten Bauherrschaft. Der Wunsch des Bauherren, einen Massivbau zu bauen, mußte mit den Vorstellungen unseres Büros, hier einen Holzbau zu erstellen, in Einklang gebracht werden. Aus dieser Diskussion ergab sich dankenswerterweise das Thema Schlanker eleganter Holzbau auf Massivbaukörper. Nachdem die gebaute Umgebung trotz vorhandenem Bebauungsplan aus den 70er Jahren leider wenig Struktur erkennen ließ, konnte das Thema unabhängig von den benachbarten Bauten frei ausgestaltet werden.

Auf einem ost-west-ausgerichteten monolithischen Massivbaukörper liegt ein sehr schlanker länglicher flachgeneigter Holzbau. Der städtisch-offen gestaltete Eingangsbereich im Norden mit halbhoher Abgrenzung kontrastiert mit der konsequent abgeschotteten und wenig einsehbaren Privatsphäre des Gartens. Diese wird auch durch höheren Mauern zum östlichen Spazierweg hin geschützt. Große Dach- und Gebäudeüberstände bieten Schutz für das Haus und viele Möglichkeiten der Nutzung, wie etwa ein überdachter Essplatz im Westen oder die Veranden im Norden und Süden des Hauses. Das Arbeitszimmer, das Gästezimmer und das Gästebad sind später leicht als seperate Einliegerwohnung abzutrennen. Ein großes, zum südlichen biotopartig angelegten Garten hin orientierten Wohnzimmer geht nahtlos ins Esszimmer über. Die große moderne Küche bietet mit einer Sitzgruppe eine weitere Verweilmöglichkeit.

Im schlanken Obergeschoß trennt ein Bad- und Saunablock das westliche Arbeitszimmer mit Balkon vom östlichen Schlafzimmer, an das eine offen begehbare Schrankzone angeschlossen ist. Die Schlankheit des Baukörpers wird durch das südliche Fensterband unterstützt, was nur durch den kleinen Austrittsbalkon für die Sauna im Obergeschoß unterbrochen wird. Die neutrale Farbgebung unterstreicht die gewünschte Eleganz des Hauses.

Auch dieses Haus wäre nicht ohne den Mut der Bauherrschaft und nicht ohne das Mittun des örtlichen Bauamtes möglich gewesen.So wurde von der sehr kooperativen Baubehörde unkompliziert die Abweichung vom Bebauungsplan aus den 70er Jahren genehmigt.

Hierfür bedanken wir uns an dieser Stelle nochmals.

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Daten:

  • Baujahr   2001
  • Bauzeit   14 Monate
  • Wohnfläche   251m²
  • Wohn- und Nutzfläche   339m²
  • Grundstücksflache   1051 m²
  • Umbauter Raum   1064 m³

 

Besonderheiten:

  • Sauna im Obergeschoß mit Balkon
  • Solaranlage
  • Regenwassernutzung
  • Abtrennbare Einliegerwohnung
  • Küche im Westen
  • Teilunterkellerung
  • Doppelgarage
  • Biotopartiger Garten