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Projekt BRINKMANN

Bereits 2001 kam der Bauherr auf uns zu um einen vernünftigen, mittelfristigen Sanierungsplan für das traufständische Haus, eingebettet in die Blockbebauung im verkehrsberuhigten Teil der Werner- von- Siemens- Straße in der Erlanger Innenstadt, auszuarbeiten. Dabei ging es weniger darum, das äußere Erscheinungsbild zu verändern, als viel mehr die als Studenten- WGs genutzten Wohnungen zu renovieren und besser nutzbar umzugestalten.Das Haus mit ca. 10,5 x 9,5 m Grundfläche bestand

aus 3 Wohneinheiten mit je ca. 75 - 80 m2 Wohnfläche im Erd-, Ober- und Mansardgeschoss und einem nur als Abstallboden nutzbaren Dach. Bedingt durch das Aus- und Umzugsverhalten der Mieter wurde mit der Sanierung der Erdgeschoßwohnung im Jahr 2001 begonnen. 2003 wurde die Obergeschosswohnung umgebaut und seit Juli 2004 laufen die Unbauarbeiten in der Mansardgeschosswohnung, die zum 15. Dezember bezugsfertig sein wird.

Über den ursprünglichen Sanierungsplan hinaus entschloss sich der Bauherr das Dachgeschoss durch Errichten eines neuen 45°- Dachstuhls zu einer weiteren Wohnung auszubauen. Dies lief parallel zu den Umbauarbeiten im Mansardgeschoss, da durch die nötige Verstärkung der Statik der Einbau von Stahlträgern und Abfangungen in diesem nötig waren.Die Entscheidung für die

Dachanhebung und den Ausbau wurde auch durch die 2003 durchgeführte Aufstockung des Nachbarhauses beeinflusst, die das Ensemble veränderte und das Anwesen als "Haus ohne Dach" erscheinen ließ, da von zwei höheren Nachbarn eingerahmt der Dachstuhl auf dem Mansardgeschoss nicht mehr wahrnehmbar war.

Äußerlich wurde die Hinterhoffassade mit einer Thermohaut und einem vorgesetzten Stahlbalkon für OG und Mansardgeschoss aufgewertet

und das neue an das Schieferdach der Mansarde angepasste Dach mit schiefergrauen Ziegeln gedeckt und mit zurückhaltenden Gauben versehen,

so dass das Anwesen wieder ganz selbstverständlich und stimmig in seiner Straßenzeile wahrgenommen werden kann.Die Wohnungen wurden jeweils vollkommen entkernt und mit Parkettfußböden auf Heizestrich, komplett neue Sanitär- und Heizungsinstallation, abgehängte Decken, gestaltete Bäder und Küchen neu aufgebaut. Hierbei war der Bauherr sehr offen für gestalterische Vorschläge und Planungen, was sehr zum Gelingen der Wohnungen beigetragen hat, da ein Stil und eine Linie durchgezogen werden konnte.

 

Das Hauptziel war jedoch, die ungünstig geschnittenen Wohnungen mit Durchgangszimmern in neue, ansprechende und vor allem in der Innenstadtlage vielseitig nutzbare Wohnungen umzuwandeln. Durch nicht standardisierte Grundrisse, die ohne Durchgangszimmer und schmale, dunkle Flure funktionieren, ist es gelungen die hellen Wohnungen sowohl als WG, Büro, Single, Paar oder Familie mit und ohne Kind zu nutzen.

 

Im Dachgeschoss entsteht eine zusätzliche, großzügige Einzimmerwohnung mit offener Küche. Nach dem momentan laufenden Dachausbau wird die Treppenhausmodernisierung den Sanierungsplan komplettieren.

 

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Daten:

  • Umbaujahr :                   2001-2005
  • Umbauzeit:                    2 x 4 Monate / 1x 7 Monate
  • Wohnfläche:                  ca. 285 m²
  • Grundstücksfläche:         140 m2
  • Umbauter Raum:            ca. 1.295 m³
  • Baukosten:                    ca. 250.000 Euro

 

Besonderheiten:

  • Beleuchtungskonzept mit teilweise indirekter Beleuchtung
  • Offene Dachkonstruktion
  • Einbauküchen
  • Badgestaltung
  • Wandeinbauschränke