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Projekt SCHULHAUS DASCHENDORF

Seit ca. 40 Jahren stand die alte denkmalgeschützte Dorfschule in Daschendorf unbewohnt an zentraler Stelle im Ort und war bis zur jetzigen Sanierung nur notdürftig gegen Vandalismus und Verfall der Bausubstanz geschützt. Die Schule wurde bis ca. 1960 als Dorfschule genutzt und die Räumlichkeiten befanden sich bis zur jetzigen Sanierung noch in diesem Zustand. So waren auch noch Schulbänke, Landkarten und Tierschaubilder für die Grundschüler als Schulinventar vorhanden.

Wir erhielten den reizvollen Auftrag eine alte Schule zu einem privaten Gästehaus mit zwei komfortablen Gästezimmern und einer Gästesuite umzubauen. Die Gästesuite sollte auch als Wohnung für ein Kindermädchen funktionieren. Zunächst gab es größere statische Probleme mit gefährlichen Rissen. Die Wände mussten durch nicht sichtbare Zuganker verspannt werden, um diese Setzungsvorgänge zu stoppen. Die gewünschten Funktionen konnten in die alten Schulgrundrisse integriert werden. Der bestehende, vormals als Abstelle genutzte Schuppenanbau wurde erhöht und saniert. Er beherbergt jetzt mit zwei Bädern und zwei Küchen die Funktionsräume des Hauses. Das komfortabel durch eine Treppenhausverlängerung erschlossene Dachgeschoß ist nur im Sitzen zu nutzen, da die Kehlbalkenlage erhalten bleiben musste. Hier wurde eine Fernseh- und Lesegalerie untergebracht. In einem Klassenraum befand sich eine pastellfarbene ornamentierte Wandbemalung, die orginalgetreu restauriert werden konnte.

Die Bauherrschaft stellte sich helle Innenräume „im nordischen Stil“ vor. Grundsätzlich hat es verschiedene Ansätze und Entwürfe gegeben, wobei ein historisierendes Gestaltungskonzept gegenüber moderneren Lösungen den Vorrang erhalten hat. Dieses Konzept wurde dann konsequent umgesetzt. Die Möbel sind alle neu nach alten Vorbildern gefertigt, die aufwendige Hifi- und TV-Technik ist in Wandschränken versteckt und selbst in den Funktionsräume Küchen und Bäder wurde dieser Stil konsequent beibehalten. Statt Klingelanlage wurde eine Zugklingel passend zum schmiedereisernen Zaun gestaltet. Im DG konnte der alte Boden saniert und erhalten werden, in den restlichen Räumlichkeiten liegt ein sehr exklusiver grau lasierter Lärchenboden. Es sind sehr ruhige, meditative Räume entstanden. Die 12 im Inventar der alten Schule gefunden Tierschaubilder wurden restauriert und gerahmt. Sie passen wunderbar zur Raumgestaltung und schaffen so spielerisch den Bezug zur alten Gebäudenutzung.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit mit dem Bayer. Landesamt für Denkmalpflege und der örtlichen Baubehörde, sowie nicht zuletzt für das Vertrauen der Bauherrschaft, ohne die das schlüssige und in sich stimmige Ergebnis der Sanierung nicht möglich gewesen wäre.

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Daten:

  • Renovierungsjahre:   2003/2004
  • Bauzeit:              9 Monate
  • Wohnfläche:         126,06 m²
  • Wohn- und Nutzfläche:   126,06 m²
  • Grundstücksfläche:   416,00 m²
  • Umbauter Raum:   ca 803,63 m³

 

Besonderheiten:

  • Historisierendes Konzept für Innen und Aussen
  • Grau lasierter Lärchenboden
  • In Wandschränke integrierte TV-Dolby-Surround-Technik
  • Orginalwandbemalung